
Die Feuerwehr Wehretal ist vor geraumer Zeit Autobahnfeuerwehr der A 44 geworden. Ich möchte in diesem Artikel, ein paar Informationen zum Sachverhalt geben.
Nach dem Hessischen Brand- und Katstrophenschutzgesetz (HBKG) können die Regierungspräsidien öffentlichen Feuerwehren, Einsatzabschnitte auf Autobahnen zuweisen.
Der Autobahnabschnitt der Bundesautobahn BAB 44 von Kassel nach Eisenach mit einer Länge von 64 km wird insgesamt 13 Straßentunnel mit einer Gesamtlänge 14,28 km haben. Der längste Straßentunnel (Tunnel Hirschhagen) hat eine Länge von 4,2 km. Damit ist er der zweitlängste Straßentunnel in Deutschland. Von den 13 Tunneln werden 10 länger als 400 m und davon vier länger als 1 km sein.
In dem Zuständigkeitsbereich der Feuerwehr Wehretal wird es drei Tunnel geben (Trimbergtunnel mit 580 m, Spitzenbergtunnel mit 599 m und Boyneburgtunnel mit 1,7 km). Aufgrund dieser Besonderheit des uns zugewiesenen Autobahnabschnittes ist es erforderlich, eine einheitliche, über die Gemeinde- und Kreisgrenzen hinausgehende Gefahrenabwehrplanung durchzuführen, da die Zuständigkeit für die Straßentunnel für die Feuerwehren eine große Herausforderung darstellt, die weit über die bisherigen hinausgeht. Deshalb ist ein einheitliches und gemeinsames Wirken aller Beteiligten notwendig.
Nach dem HBKG sind die Gemeinden Aufgabenträger für den Brandschutz und die Allgemeine Hilfe auf ihrem Gemeindegebiet. Diese Aufgabe nehmen die Gemeinden als Selbstverwaltungsangelegenheit wahr. Hierzu haben sie eine entsprechend leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen und zu unterhalten, für die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrangehörigen zu sorgen und Alarm- und Einsatzpläne aufzustellen. Das heißt, die anliegenden Gemeinden, müssen hierfür die benötigte Ausrüstung und die Fahrzeuge mit eigenen finanziellen Mitteln beschaffen. Für die Träger dieser Feuerwehren ist das eine finanzielle Hürde, die in der heutigen Zeit kaum noch zu bewältigen ist.
Die Freiwillige Feuerwehr Wehretal hat in Zukunft, viele zusätzliche Aufgaben zu bewältigen. Hierfür ist die Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger von Wehretal notwendig.
Den Einsatzkräften wünsche ich, kommen sie immer gesund von den Einsätzen zurück.
Jürgen Wagester

